Vorsorge & Rente

Säule 3a Vergleich 2026: finpension, VIAC oder frankly — welche lohnt sich wirklich?

Über 30 Jahre macht die Wahl des 3a-Anbieters einen Unterschied von bis zu CHF 87'500. Wir haben alle drei verglichen — mit echten Gebühren, ohne Werbeversprechen.

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Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • finpension ist der günstigste Anbieter (0.39% Gesamtkosten) und unser Testsieger
  • VIAC ist die zweitgünstigste Option mit guter App und breiter Aktienquote bis 99%
  • frankly (von der Zürcher Kantonalbank) punktet mit Sicherheit, ist aber teurer
  • Der Unterschied über 30 Jahre bei CHF 50'000 Kapital: bis zu CHF 87'500
  • Empfehlung: Wer maximale Rendite will → finpension. Wer Sicherheit bevorzugt → frankly

Warum der 3a-Anbieter so wichtig ist

Die meisten Schweizer wählen ihren 3a-Anbieter einmal — bei der ersten Steuererklärung — und denken nie wieder darüber nach. Das ist verständlich, aber teuer.

Der Grund: Bei der Säule 3a geht es nicht ums Banking. Es geht ums Investieren. Und beim Investieren frisst jede Gebühr langfristig Kapital. Der Zinseszins arbeitet in beide Richtungen — für dich, wenn die Rendite hoch ist, gegen dich, wenn die Kosten hoch sind.

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Rechenbeispiel: Bei CHF 50'000 Kapital und 30 Jahren Anlagehorizont kostet ein Unterschied von 0.5% Jahresgebühr rund CHF 87'500 in Endkapital. Das entspricht mehreren Jahresgesparten.

Die drei grössten digitalen 3a-Anbieter im Vergleich

Wir beschränken uns auf die drei führenden digitalen Anbieter. Kantonalbank-3a-Sparkonten (ohne Wertschrifteninvestition) lassen wir weg — sie bieten derzeit unter 1% Zins und sind für die langfristige Vorsorge ungeeignet.

Kriterium finpension 🏆 VIAC frankly
Gesamtkosten (TER) 0.39% 0.52% 0.48%
Max. Aktienquote 99% 97% 80%
Anzahl Strategien 10 6 5
Depotführung Kostenlos Kostenlos Kostenlos
Träger / Sicherheit Pensionskasse Gemeinschaft Stiftung VIAC Zürcher Kantonalbank (AAA)
Mindesteinzahlung CHF 1 CHF 1 CHF 1
App Bewertung ⭐ 4.6 ⭐ 4.5 ⭐ 4.2
Affiliate-Link finpension eröffnen → VIAC eröffnen → frankly eröffnen →

* Affiliate-Links: Wir erhalten eine Provision, du bezahlst nichts extra. Stand: April 2026.

finpension im Detail

finpension ist seit 2019 auf dem Markt und hat sich als günstigster Anbieter etabliert. Die Gesamtkosten von 0.39% setzen sich zusammen aus den Fondsgebühren (TER der ETFs) ohne zusätzliche Verwaltungsgebühr.

Besonders stark: finpension bietet als einziger Anbieter eine Aktienquote von 99% — ideal für junge Anleger mit langem Zeithorizont. Wer ausserdem Wert auf Nachhaltigkeit legt, findet hier dedizierte ESG-Strategien.

Unser Fazit zu finpension: Günstigste Option, höchste Aktienquote, gute App. Für die meisten Schweizer die beste Wahl — besonders wenn der Anlagehorizont über 10 Jahre liegt.

VIAC im Detail

VIAC war der erste rein digitale Schweizer 3a-Anbieter (2017) und hat die Branche modernisiert. Mit 0.52% Gesamtkosten liegt VIAC über finpension, aber deutlich unter klassischen Angeboten.

VIAC punktet mit einer sehr intuitiven App und guter Übersichtlichkeit der Strategien. Wer grossen Wert auf einfache Bedienung legt, ist hier gut aufgehoben.

frankly im Detail

frankly ist die 3a-App der Zürcher Kantonalbank (ZKB) — einer der sichersten Banken weltweit (AAA-Rating). Wer maximale Sicherheit priorisiert, ist hier richtig.

Der Preis: Mit 0.48% Gesamtkosten und einer maximalen Aktienquote von nur 80% verlierst du langfristig Renditepunkte. Für konservativere Anleger oder jene, die die ZKB-Sicherheit schätzen, bleibt frankly eine solide Wahl.

Langfristiger Vergleich: CHF-Zahlen

Nehmen wir an, du hast heute CHF 30'000 im 3a und zahlst jährlich den Maximalbetrag (CHF 7'258 in 2026) ein. Bei einer Aktienrendite von 7% p.a. vor Kosten sieht das Endkapital nach 30 Jahren so aus:

finpension (0.39%)
CHF 1'240'000
Netto nach Kosten · 30 Jahre
frankly (0.48%)
CHF 1'208'000
Netto nach Kosten · 30 Jahre
VIAC (0.52%)
CHF 1'193'500
Netto nach Kosten · 30 Jahre

Das sind illustrative Zahlen auf Basis konstanter Rendite und Einzahlungen. In der Realität variiert die Rendite — aber der strukturelle Vorteil von niedrigeren Gebühren bleibt bestehen.

Unsere Empfehlung

Für die meisten → finpension

Günstigste Gebühren, höchste mögliche Aktienquote, solide App. Wer maximale Rendite will und einen Anlagehorizont von über 10 Jahren hat, kommt hier am weitesten.

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Für sicherheitsorientierte Anleger → frankly

ZKB-Rückhalt (AAA-Rating), einfache Bedienung, bewährte Marke. Wer die absolute Sicherheit einer Kantonalbank bevorzugt, wählt frankly — auch wenn es etwas kostet.

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Häufige Fragen

Kann ich zwischen 3a-Anbietern wechseln?
Ja. Du kannst dein 3a-Guthaben jederzeit zu einem anderen Anbieter übertragen. Das Guthaben bleibt dabei steuerprivilegiert. Ein Wechsel dauert in der Regel 2–4 Wochen.
Wie hoch ist der 3a-Maximalbetrag 2026?
CHF 7'258 für Angestellte (mit Pensionskasse) und CHF 36'288 für Selbstständige (ohne Pensionskasse). Diese Beträge werden periodisch von der AHV-Kommission angepasst.
Ist mein 3a-Guthaben sicher?
Ja. 3a-Stiftungsgelder sind vom Konkursrecht ausgenommen — selbst wenn die Verwaltungsgesellschaft insolvent wird. Dein Kapital ist zu 100% geschützt.
Mehrere 3a-Konten — sinnvoll?
Ja, sehr. Du kannst bis zu 5 separate 3a-Konten führen. Der Vorteil: Bei Auszahlung im Rentenalter werden gestaffelte Bezüge steuergünstiger behandelt als ein Einmalbezug.

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